Informationen für Pferdehalter















Impfschemata

Equine Influenza

Grundimmunisierung
  • Impfung im 4 - 6. Lebensmonat
  • Impfung 4 - 6 Wochen danach
  • Impfung 6 Monate danach

Auffrischungsimpfungen im Abstand von 6 Monaten

Equines Herpes

Grundimmunisierung
  • Impfung im 4 - 6. Lebensmonat
  • Impfung 4 - 6 Wochen danach
  • Impfung 6 Monate danach

Auffrischungsimpfungen im Abstand von 6 Monaten

Tetanus

Grundimmunisierung
  • Impfung im 4 - 6. Lebensmonat
  • Impfung 4 - 6 Wochen danach
  • Impfung 12 Monate danach

Auffrischungsimpfungen im Abstand von 24 Monaten

Tragende Stuten sollten gegen das EQUINE HERPES Virus im 3ten, 6ten und 9ten Monat der Trächtigkeit eine Auffrischungsimpfung (=Boosterung) erhalten.


Entwurmungsmanagement

  • Weidehaltung – mindestens 4x jährlich
  • reine Boxenhaltung – mindestens 3x jährlich
  • bei Wurmverdacht – Kotuntersuchung (frischer Kot) und anschließendes Entwurmen


Info
  • Trächtige Stuten sollten im Abstand von ca. 8 Wochen bis 2 Monate vor der Geburt entwurmt werden.
  • Kurz vor der Geburt sollten die Mutterstuten einmalig behandelt werden um die Belastung der Muttermilch mit Wurmlarven zu vermindern.
  • Viele neugeborene Fohlen entwickeln in den ersten Lebenswochen parasitenbedingte Magen/Darmprobleme.
  • Stuten und ihre Fohlen sollten im Abstand von 8 Wochen entwurmt werden.
Gerne erstellen wir bei Bedarf einen individuellen Entwurmungsplan für ihre Bedürfnisse.


Dämpfigkeit – COPD - RAO

ist eine chronisch, entzündliche, obstruktive Lungenerkrankung, die vorwiegend bei Pferden mittleren Alters auftritt. Hervorgerufen durch Inhalation von Staub, hier besonders durch Heu und Stroh, wird eine übermäßige Schleimproduktion ausgelöst. Meist manifestiert sich diese Erkrankung im Winter stärker durch den vermehrten Aufenthalt im Stall.

Symptome: Für den Besitzer ist auffällig: Husten beim Fressen und zu Beginn der Arbeit, sowie Atemnot und Leistungsintoleranz. Bei starken Hustenanfällen wird oft eine „Dampfrinnenbildung“ an den Flanken beobachtet.

Therapie: Die Optimierung der Haltungsbedingungen spielt eine große Rolle. Durch die Therapie kommt es zwar zu einer Besserung der klinischen Symptome, aber ohne Beseitigung des Auslösers kommt es nach Absetzen der Therapie zu einem erneuten Schub. Das Beste wäre ein ganztägiger Weideaufenthalt. Trockenes Heu ist zu vermeiden und sollte vor der Fütterung mit Wasser befeuchtet werden. Als Einstreu sollte auf Stroh verzichtet werden und stattdessen entstaubte Sägespäne oder Torf verwendet werden. Nach Möglichkeit sollten die Boxennachbarn dieselbe Einstreu besitzen. Auf eine gute Belüftung des kompletten Stalles muss geachtet werden. Außenboxen können zu einer Linderung der Symptome führen.


Sommerekzem

Das Sommerekzem der Pferde wird durch Insektenstiche hervorgerufen, besonders durch den Stich von Culexmücken kommt es zu einer Allergie gegen den Speichel dieser Insekten. Importierte Islandpferde sind aufgrund einer Überreaktion des Immunsystems nach dem Import besonders anfällig für diese Krankheit.

Symptome: Die ersten Anzeichen, kleine Pusteln unmittelbar bedingt durch den Insektenstich sind noch kaum zu erkennen. In der Regel tritt zuerst der starke Juckreiz und dadurch der starke Drang zum Scheuern auf, zusammen mit einer Unruhe des Pferdes. Der starke Juckreiz bleibt während des gesamten Krankheitsverlaufes bestehen. Durch das ständige Scheuern brechen zuerst die Haare ab und es bilden sich offene, manchmal auch eitrige Stellen. Die Schweifrübe und der Mähnenkamm, der Bauch, die Kruppe und die Ohren und Kinn sind die am häufigsten betroffenen Stellen.


Sarkoid

Das Equine Sarkoid (ein Hauttumor) ist mit 40% der häufigste Tumor des Pferdes. Als Ursache wird eine Infektion mit einem Warzenvirus des Rindes (Bovines Papillomavirus Typ 1 und 2) angesehen, auch eine genetische Prädisposition wird vermutet. Kleinste Hautwunden stellen die Eintrittspforte für die Erreger dar. Es neigt nicht zu Metastasieren, aber sehr häufig zum Rezidivieren. Daher kehrt es nach Operationen meist wieder zurück. Es sind Pferde aller Altersklassen und aller Rassen gleich betroffen. Meist stellt er nur ein kosmetisches Problem dar, kann aber bei ungünstiger Lage (Sattellage) auch zur Gebrauchsunfähigkeit des Pferdes führen. Der Tumor kann einzeln (solitär) oder an mehreren Stellen gleichzeitig auftreten.